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Die konzeptionelle Arbeitsgrundlage

 

Die Grundsätze der elementaren Bildung

 

Die Bildungsbereiche des Landes Brandenburg werden in sechs thematisch, gleichrangigen Bildungsbereichen umgesetzt.

 

Sie finden im Kita-Alltag übergreifend Anwendung und geben unserer pädagogischen Arbeit einen Rahmen, den wir mit Leben füllen.

 

Bildungsbereiche

 

 

https://mbjs.brandenburg.de/media/lbm1.c.312232.de

 

 

Der entwicklungszentrierte Ansatz U3-Bereich

 

Jedes Kind ist einmalig und unverwechselbar.

Wir erkennen die Bedürfnisse, Interessen und Neigungen, sowie die emotionale Befindlichkeit Ihrer Kinder schnell. Dazu beobachten wir Ihre Kinder genau, haben immer eine schützende Hand über sie und begleiten sie feinfühlig in ihrer Entwicklung.

Die Haupttätigkeit der Kinder ist das Spiel. Hier erkunden sie die Welt und probieren sich aus.

 

Spielen heißt Lernen!

 

Einfache Spielhandlungen werden nachgeahmt und im Laufe ihrer Entwicklung immer komplexer. Dazu steht den Kindern eine Vielzahl an altersentsprechenden Spielmaterialien zur Verfügung und ein durchdachtes Raumkonzept bietet den Kindern Anregung zum Erkunden und Ausprobieren.

Das Mit- und Vorspielen der Erzieherin ist ein wesentlicher Bestandteil des Lernprozesses. Dieser Lernprozess verläuft am effektivsten, wenn er vorwiegend handlungsbezogen ist und mit sprachlicher Begleitung verknüpft ist.

Die handlungsbezogene Sprache ist die Voraussetzung des Sprachverständnisses.

Das Kind reagiert auf die Zuwendung des Erwachsenen gleichzeitig mit Blickkontakt, mit Lächeln, mit motorischer Aktivität und mit Lallen.

Man kann dem Kind die Sprache nicht „beibringen“. Es braucht ein reichhaltiges Umgebungsangebot und alltägliche Erfahrungen mit dem Wortschatz und mit den dazugehörigen Regeln der Sprache. Diese nimmt das Kind selbst wahr und verarbeitet sie.

 

In den ersten Lebensjahren werden grundlegende Bewegungsfertigkeiten ausgebildet und die Körperbeherrschung nimmt zu. Die motorische Entwicklung hängt eng mit der Ausreifung des zentralen Nervensystems zusammen.

Ein abwechslungsreich gestalteter Alltag bietet viele Möglichkeiten, motorische Aktivitäten anzuregen. Zusätzliche pädagogische Angebote mit spielerischen Elementen und altersangemessenen Anforderungen können die motorische Entwicklung der Kinder bestärken (Kletterburg, Sportraum, Spielplatz).

 

Bald finden Ihre Kinder auch „ erste Freunde“.

Sie zeigen schnell Interesse an den Kindern ihrer Gruppe und finden ihren Platz in der Gemeinschaft. Die Kinder spielen zusammen und kommunizieren miteinander, auch ohne Worte.

Um ein harmonisches Zusammenleben zu sichern muss das Geschehen in der Gruppe überschaubar bleiben. Dies gelingt uns durch die zeitnah altershomogene Gruppenzusammensetzung und Gruppengröße.

 

 

Der lebensbezogene Ansatz im Ü3-Bereich

 

Im Ü3-Bereich setzen wir angelehnt an den Lebensbezogenen Ansatz von

Norbert Huppertz die Grundsätze der elementaren Bildung um.

 

Norbert Huppertz wurde am 12. April 1938 in Konzen bei Aachen geboren. Er ist Professor für allgemeine Pädagogik, Sozialpädagogik und Elementarpädagogik an der pädagogischen Hochschule in Freiburg im Breisgau.

Etwa 1990 wurde von ihm der Lebensbezogene Ansatz begründet. Der Lebensbezogene Ansatz ist ein Bildungsansatz der Frühpädagogik, in dessen Zentrum das Leben und Lernen des Kindes steht. Dieser wurde in zahlreichen Einrichtungen erprobt und mehrfach evaluiert.

 

Huppertz‘ Ansatz zeigt drei Methoden auf, die zu den wichtigen lebensbezogenen Methoden gehören:

 

  • das Freispiel – insbesondere das Rollenspiel (Spiel der Kinder unter sich, Theaterrollenspiel, das didaktisch begleitende Rollenspiel):

      - täglich ermöglichen

      - Raum und Material bieten die Rahmenbedingungen

      - die Erzieherin beobachtet, dokumentiert oder spielt mit

 

  • das Angebot (freie und projektbezogene Angebote, Angebote in Kleingruppen – oder Gesamtgruppe z.B. Lieder, Gedichte, Geschichten)

        Angebote begleiten uns täglich schon allein dadurch, dass sich die Kinder selbständig in Raum und Material bedienen.

      - andere Formen der Angebote sind Ideen der Kinder oder der Erzieherin (z.B. nach Beobachtungen)

      - Angebote bei anderen Institutionen (Bsp. Schwimmhalle, Musik).

 

  • Projekte ( mindestens 1x im Jahr)

        Projektarbeit beschreibt eine länger andauernde Arbeitsform, die auf der Erfahrung und dem Leben der Kinder basiert.

        Die Erzieherin begleitet pädagogisch und motiviert die Kinder.

      - bedienen die meisten Bildungsbereiche

      - haben ein Thema und ein Ziel

      - sind handlungsbezogen (Praxis hat Vorrang vor Theorie)

      - sollen etwas hervorbringen: ein handfestes Produkt – kognigtive, emotionale sowie materielle Produkte)

      - zeigt Personenvielfalt (Zusammenarbeit mit anderen Institutionen) und sind zeitlich begrenzt

 

        Projektideen kommen von den Kindern oder von der Erzieherin. Am optimalsten ist es, wenn ihre Vorstellungen  

        übereinstimmen.

        Themen und Inhalte sind lebensbezogen – aus der örtlichen Umgebung, aus der Tradition, aus der Gesellschaft oder 

        naturbezogen.

 

Angebote und Projekte

  • richten sich nach dem Entwicklungsstand der Kinder
  • bedienen die Bildungsbereiche (Elementarbereich)
  • dienen der Entwicklung der Selbständigkeit
  • sind lebensbezogen für die Zukunft der Kinder und
  • haben eine gesellschaftliche und traditionelle Relevanz z. B. Feste und Feiern

 

Die systematische Beobachtung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Sie ist wichtig, um die Kinder in ihren Bildungsprozessen zu unterstützen und die eigene Arbeit zu reflektieren. Ebenso bilden sie eine Grundlage für die Entwicklungsgespräche.

 

 

Die teiloffene Arbeit im Ü3-Bereich

 

Unsere Kinder beginnen ihren Tag mit einem Morgenkreis und dem Frühstück in ihren Stammgruppen.

 

Das Ertönen einer Glocke leitet die Öffnung der Gruppenräume ein.

Nun können die Kinder alle Funktionsbereiche und Gruppenräume nutzen.

 

Hier stehen ihnen alle Bildungsbereiche zum Spielen zur Verfügung.

Gruppenübergreifende Angebote können angenommen werden oder die Kinder erweitern

selbstbestimmt ihr Erlebnisfeld.

 

Die teiloffene Arbeit bietet umfangreichere spielerische Möglichkeiten und begünstigt das Knüpfen sozialer Kontakte außerhalb der Gruppe.

Dennoch haben die Kinder die Möglichkeit, sich in ihren Stammgruppen aufzuhalten bzw. zurückzuziehen.

Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe bleibt erhalten.

 

Regeln und Rituale bieten den Rahmen an dem sich die Kinder orientieren. Gemeinsam mit ihnen wurden diese in kinderversammlungen besprochen.

 

Die Glocke ertönt erneut, wenn die Spielzeit beendet ist. Dann finden sich alle Kinder in

ihren Stammgruppen ein und nutzen die Zeit für gruppeninterne Angebote, Geburtstagsfeiern oder das Spielen im Freien.

 

Somit verknüpfen wir die Vorzüge der geschlossenen Gruppenarbeit mit denen der offenen Arbeit.

 

Am Nachmittag richtet sich die Öffnung der Funktionsbereiche nach der Anzahl der Kinder und der Erzieher.